Geschichte von Hamburg

 

Geschichte von Hamburg

 
 
Obwohl schon etwa 400 v. C. Menschen in dem Gebiet lebten, begann die offizielle Geschichte von Hamburg im Jahr 810, als Karl der Große den Bau einer Taufkirche veranlasste, um den heidnischen Norden zu reformieren. Um die Kirche vor Invasionen zu schützen, wurde zwischen den Flüssen Alster und Elbe eine Burg errichtet. "Hamburg" geht auf den Namen der Burg, "Hammaburg", zurück.

Im Jahr 845 wurde Hamburg, das damals nur etwa 500 Einwohner hatte, von Wikingern, die über die Elbe kamen, vernichtet.


 
 
Im 12. Jahrhundert wurden sowohl die Elbe als auch Hamburg wichtiger für den Seehandel. 1189 ernannte Friedrich I. Barbarossa Hamburg zur Freien Reichsstadt und da die Stadt bereits ein Zentrum des Seehandels war, erhielt sie das Hafenrecht. Hamburg war innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Häfen in Europa geworden. Der Hauptexportartikel war Bier.

Im Jahr 1241 traten die beiden norddeutschen Städte Lübeck und Hamburg der Hanse bei, einem bedeutenden Handelsbund in Norddeutschland. Hamburg war bald der wichtigste Nordseehafen der Hanse, wo viele Güter verladen und verfrachtet wurden.
Infolge der Entdeckung Amerikas im 15. Jahrhundert und der Einrichtung eines Seeweges nach Asien wurde Hamburg ausserdem zu einem der wichtigsten europäischen Einfuhrhäfen.

Aufgrund weiterer Zunahme des Welthandels und der Seeschifffahrt wurde Hamburgs Hafen zu klein. Zwischen 1881 und 1888 wurde die berühmte Speicherstadt gebaut und der Hafen auf das gegenüberliegende Elbeufer hin erweitert. Ebenso im Jahr 1888 wurde Hamburg zum Freihafen, was es zu einem der weltweit größten Lagerplätze machte. Es wurden hauptsächlich Gewürze, Tee und Kaffee gelagert.

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erreichte die Bevölkerung eine Einwohnerzahl von 1.000.000 und Hamburg war Großstadt.

Während des Ersten Weltkrieges starben etwa 40.000 Einwohner und der Handel wurde durch eine Handelsblockade unterbrochen.

Das "Groß-Hamburg-Gesetz" von 1937 führte zur Eingliederung vieler Vororte, z. B. Wandsbek, Harburg und Altona, was die Bevölkerung sehr stark vergrößerte. Hamburg erhielt seine jetzigen Stadtgrenzen.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt Hamburg sehr schwere Zerstörungen, vor allem in Bombenangriffen im Jahr 1943.

Jetzt ist Hamburg Deutschlands zweitgrößte Stadt und der Hafen ist immer noch weltweit sehr bedeutend.